Die Generalprobe…?

generalprobe.gif

Wie so oft sieht der Plan anders aus als die Realität.

Eigentlich hatte ich einen Trainingslauf über 28 km geplant, mit einer schnellen letzten Runde.
Ein sehr häufig auftretendes Phänomen bei der Startaufstellung trug dazu bei, dass ich kurzfristig meine Pläne etwas modifizierte. Trotz gut sichtbarer Markierungen und mehrfachen Durchsagen des Veranstalters waren die ersten Reihen wieder voll mit langsamen Läufern, die entweder noch nie bei eine Wettkampf gestartet waren, zur Selbstüberschätzung neigten, schlicht weg ignorant waren, mit ihren viel schnelleren Kumpeln starten wollten oder dem Diktat der Masse unterlagen. Natürlich kann sich so etwas sehr schnell multiplizieren. Da ich persönlich keine Lust hatte mich deswegen eine halbe Stunde vor dem Start aufzustellen, und mich an diesem Tag auch nicht irgendwo rein quetschen wollte, da es ja ein Trainingslauf werden sollte, startete ich dann von irgendwo, vor der Ziel zeit unter 1:40 auf HM, oder dachten einige dies galt für 14 km? 30 Sek. später durfte ich dann auch über die Startline „gehen“.

Ich wollte natürlich vom Start weg, oder zumindest in absehbarer Zeit mein Tempo rennen, daran war leider aufgrund der besagten Umstände und der Dichte des Feldes nicht zu denken. Ok, also rannte ich den ersten km eben über die Grasnarbe, 4:00 Minuten, zu schnell, aber das Feld gefiel mir immer noch nicht, 2. km 4:08 Minuten, besser. Dann überlegte ich kurz, wollte ich wirklich ca. 2:30 Stunden, vier Runden lang durch diesen Pulk eiern? Nein, also Plan B, im Marathonrenntempo.

Schwierig war bei diesem Lauf auch die Orientierung, wer lief welche Strecke, 14, 21 oder 28 km?
Mit dem Marathonrenntempo wurde das dann irgendwie auch nichts, unterwegs habe ich dann noch den einen oder anderen Bekannten getroffen, das Vergnügen war leider immer nur von kurzer Weile. Irgendwie war der Lauf aber auch nicht besonders spannend und in der 3. und 4. Runde wollte ich diese für mich sehr spezielle Veranstaltung nur noch zu Ende bringen, somit viel das Tempo dann auch wieder höher aus als geplant, Plan „los“.

Ja, wir wussten es schon vorher, dass der Lauf mit dem neuen Konzept nur verlieren konnte, aber es sollte ja auch nur ein Trainingslauf werden. Sehr schön ist das neue Stadion der Sporthochschule geworden, dieses durften wir dann je nach Distanz, mal mehr und mal weniger häufig durchlaufen, nette 200 m, die aber einen überfüllten, öden 7 km Rundkurs nicht rausreißen.

Bleibt die Frage, wie lang war der 28 km Lauf, wenn der HM amtlich vermessen war und jede Runde gleich lang war, egal.

Was noch zu erwähnen bleibt, dass ich vor drei Wochen einen sehr schönen HM auf der anderen Rheinseite gelaufen bin, da werde ich im nächsten Jahr auch wieder starten, bei der „Generalprobe“ nicht mehr. Genauso enttäuschend war der Beschluss der Sporthochschule im letzten Jahr meinen geliebten Niko Cross durch einen Tierparkumrundungslauf zu ersetzen:-(

Und in einem Monat erwartet uns die nächste Kölner Spezialität mit neuer Streckenführung, schauen wir mal, was uns da erwartet.

dede

Comments are closed.